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Thomas Wellner

>Arbeitsaufenthalt Gascogne<

Im Juni und Juli 1999 hat er aus dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Europas, der Gascogne von Frankreich, eine Reihe neuer Skulpturen mit nach Hause gebracht, die er unter anderem im Jahr 2000 im Burggraben der "Burg Frankenstein" in der Nähe von Darmstadt (Hessen) ausstellen will.

Er verbrachte 1997 schon einmal einen Arbeitsaufenthalt in der Gascogne, bei dem er Kleinplastiken aus den Wurzeln der Pinien schuf - wie rechts zu sehen. Doch boten sich dort auch hervorragende Möglichkeiten, um große Holzplastiken herzustellen

Die Ergebnisse seines Arbeitsaufenthaltes in Frankreich 1999 sind unten die  Plastiken aus Eichenholz, die größer sind als die gezeigte Wurzel der Pinie. Sie haben Thomas Wellner wegen des harten, knorrigen Kernholzes zu eindrucksvollen Plastiken inspiriert! 

Urgestein 6 (34700 Byte)

Wurzel (17623 Byte)

Urgestein 10 (20048 Byte)

 

Urgestein 7 (38934 Byte)

Für Thomas Wellner ist es wichtig, von Zeit zu Zeit außerhalb des eigenen Ateliers zu arbeiten. Er braucht, um sich inspirieren zu lassen und andere Möglichkeiten zu entdecken, neue Eindrücke, Flexibilität für neue Techniken und Materialien, die sich durch den anderen Arbeitsplatz ergeben. Das Pinienholz erschien ihm vor Ort am wenigsten geeignet zu sein, um große, breite, gewundene Körper aufzuspüren. So entschied er sich für das Wurzel- und Stammwerk der Eiche, deren vieladrige Wurzeln bizarr sich in den sandigen steinigen Boden der Gascogne graben. Der Vergleich mit Landschaften, Kostümen und lebenden Torsos von Menschen und Tieren ist erwünscht aber nicht zwingend notwendig wie uns die Beispiele demonstrieren. Die Formen spielen mit der Phantasie des Betrachters. Sie wirken durch ihre Schlichtheit elegant.

Totem 1 (25063 Byte)

Totem 2 (23232 Byte)

Im November 1998 erstellte er in der Nähe der "Burg Frankenstein" auf einer Lichtung im Wald ein 7m hohes Totem aus dem Stamm einer abgebrochenen Buche. Durch diese Arbeit hatte er eine Menge neuer Ideen bekommen, die er bei seinem Arbeitsaufenthalt in Frankreich verwirklichen wollte.

Er hatte vor, aus Pinienholz eine Serie "Totems" herzustellen, die zum einen geschnitzt werden, wie seine Holzplastiken "Gesichter eines Baumes" von 1996 (siehe Beispiel rechts) und zum anderen bunt bemalt werden wie das "Totem" von 1998 (siehe oben).  Sie sollten von Größe und Beschaffenheit so konzipiert werden, dass sie im Freien aufgestellt werden können. Zwei Beispiele als Ergebnisse sind links unten zu sehen.

Gesicht (23508 Byte)

Schlange (9414 Byte)

Läufer (9994 Byte)

Zwar beeindruckten und inspirierten ihn die zusammengesteckten, abstrakten Holzfiguren, der italienischen Künstlerin Renate Kostner-Pizzinini (siehe rechts), doch wie seine Totems letztendlich aussehen würden, wusste er von vorneherein nicht.

Renee (19393 Byte)

Es war die Ruhe, Abgeschiedenheit und Geborgenheit im Wald gewesen, die ihn frei und offen gemacht hatten für das noch zu entdeckende. Einen vorgefertigten Plan hatte er abgelehnt. Die Natur und die Fundstücke, die er vor Ort gefunden hatte und die er zu einem neuen einzigartigen Kunstobjekt gesägt, geschliffen, poliert,  gefirnisst, zusammengesteckt und bemalt hatte, waren für ihn Konzept.

Mehr zu seinen Arbeiten und zu seiner Person erfahren sie hier.