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Feineinstellung
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Narziss verging.
Von seiner Schönheit hob
sich unaufhörlich seines Wesens Nähe,
verdichtet wie der Duft vom Heliotrop
Ihm aber war gesetzt, dass er sich sähe.
Er liebte, was ihm ausging, wieder ein
Und war nicht mehr im offenen Wind enthalten
Und schloss entzückt den Umkreis der Gestalten
Und hob sich auf und konnte nicht mehr sein.
Text von R.M.Rilke
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Der Eingang
befindet sich zwischen Hochzeitsturm und Aufstieg zu den
Ausstellungshallen. Sie steigen 11 Steinstufen hinauf, wenden sich rechts,
gehen durch eine graue Metalltür mit gelbem! Pfeil, ziehen ihre
mitgebrachten Gummistiefel an, steigen noch eine enge Steintreppe hinauf
und dann eine lange Treppe hinab. All das tun Sie auf eigene
Verantwortung. Das dreischiffige Doppelkammerreservoir mit je sechs
Tonnengewölben wurde 1877-80 in hartgebranntem Klinker gebaut. Hier unten
steht die Zeit still, im Sommer wie im Winter herrscht eine
gleichbleibende Temperatur von ca.18°. Geräusche von außen und das
Tageslicht sind ausgeschlossen.
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Hier spielt Ovids
Metamorphose: Narziss und Echo
Narziss ist der Sohn des Flußgottes Cephesius und der bläulichen Nymphe
Liriope, die einst in gekrümmeter Wallung rings Cephesius umhegt. Mancher
begegnete sein der Jünglinge, manche der Jungfrau’n. Da er Hirsche zum
Garn hertummelte, folgte ihm die Nymphe Echo. Daß sie (Echo) zurück nur
gab von gereiheten Worten die letzten, das war Junos Werk. Noch war Echo
ein Leib, nicht Stimme nur. Als sie den Jüngling durch buschige Lager
schweifen sah, erglüht sie wie die kienende Fackel in lebendigem
Schwefel. Jener entflieht. Die Verachtete schlüpft in den Wald; ihr
errötendes Antlitz deckt sie mit Laub, und lebt seitdem in einsamen
Grotten. Als Nachhall wird sie von allen gehört. Ihn (Narziss) lockte der
Quell. Während er trinkt, liebet er nichtigen Trug. Selbst von den
eigenen Augen verzehrt, schwand in dem Spiegel das Bild. Für den Leib ist
sichtlich eine Blume safrangelb, um die Mitte besetzt mit schneeigen
Blättern. (Narcissus poeticus)
Text
von Katharina Sommer
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