Projekte

Roger Rigorth

>Alle Geschehnisse, alle Dinge sind an vielen Orten niedergeschrieben<

Das Konzept besteht aus der Zusammenführung mehrere Arbeitsstränge zu einer großflächigen Installation in der Wagenhalle Griesheim im April 2003. Die Wagenhalle ist an das Straßenbahnnetz der Stadt Darmstadt angeschlossen und diente bis zur Umnutzung als Straßenbahndepot und westlichste Endstation des Netzes. Dieser historische Nutzung bewusst ist die Wagenhalle ideale Präsentationsraum auf einer übergeordneten Ebene. Ein "Depot der Vehikel und Sehnsüchte" zu
schaffen.

Die Installation wird sich aus vier räumlich und zeitlich getrennten Arbeitszyklen zusammensetzen:

Symposiumsteilnahme in Frederikshafen/ Dänemark und Erarbeitung des Installationsfragmentes Kugelboot (14.7. - 3.8.2002)

Aktion "Flügelboot" als 3 wöchiges öffentliches Arbeitsprojekt vor der Kunsthalle Darmstadt (2.9. - 19.9.2002)

Herstellung des Installationsfragmentes "Lauscher" auf Schloss Freudenberg (Erfahrungsfeld der Sinne) Wiesbaden.

Arbeitsstipendium Vermont - Studio-Center/ USA (29.9. - 25.10.2002)

Die Objekte, Materialien und Ideen aus diesen Zyklen werden als Gesamtinstallation in der Wagenhalle Griesheim präsentiert. Die Installation wird neben Objekten auch mit Bewegung und Licht arbeiten.

Der Arbeitstitel >alle Geschehnisse, alle Dinge sind an vielen Orten niedergeschrieben< bildet die inhaltliche Grundlage der Installation. Die orttypischen Bedingungen der verschiedenen Arbeitsstränge:

  • Kunsthalle Darmstadt - Verkehr, Innenstadt

  • Frederikshafen Dänemark - Meer, Hafen

  • Vermont USA - Wälder

erzeugen Variationen und Prägungen, die von sehr entfernten und unterschiedlichen Orten zusammenfließen.

Inhaltlich gliedert sich die Installation in drei Aspekte:

  1. "Das Werkzeug" >die Idee symbiotisiert mit der Tat.

  2. "Die Herstellung des Fahrzeuges" >Selbstläuterung.

  3. "Das Fahrzeug" >die Vorbereitung zur neuen Wahrnehmung aus dem Drang nach Welterkennung

Hierbei verstehe ich das Objekt als materielle Substanz der Idee. Licht als energetische Substanz der Idee. Die Idee als Vorläufer der Vision von der möglichen Realität. Die Vision als Symbiose des denkbaren mit dem undenkbaren.

"Das Sichtbare haftet am Unsichtbaren
Das Hörbare haftet am Unhörbaren
Das Fühlbare haftet am Unfühlbaren
Das Denkbare haftet vielleicht am Undenkbaren"

Text von Roger Rigorth